Gestern und Heute

 

 

Das Sandauer Kaiser- und Kriegerdenkmal

Das Kaiser- und Kriegerdenkmal vor der Kirche    Aus dem Grund- und Lagerbuch der Stadt Sandau:
Das Denkmal besteht aus einem 2,25 m hohen Fundament, welches sich 75 cm über das Terrain erhebt. Darauf liegt eine Terasse von drei Stufen im deutschen fein gestakten Granit. Dieser Teil birgt den Grundstein, welcher die Entstehungsgeschichte des Denkmals, verschiedene Schriftstücke und die zeitigen Münzen enthält. Auf dem vorbenannten Unterbau befindet sich ein Untersockel, darauf das Kernstück, zwei Obersockel und ein zweiteiliger Obelisk mit Aufsatz, Kugel und fliegendem Adler.  Der Adler ist aus Zinkguß mit Bronze, die übrigen Teile aus rotem schwedischen Granit hergestellt.

Die Vorderseite des Kernstückes ist mit der Inschrift in vergoldeten Buchstaben versehen:
                               “Den Gründern des Reiches und seinen
                             tapferen Söhnen. Die Stadt Sandau/Elbe 1898”
Die rechte Seite ist mit dem Medaillon des Kaisers Wilhelm I, die linke Seite mit dem Medaillon des Kaisers Friedrich III und die hintere Seite mit dem Doppelmedaillon des Fürsten Otto von Bismarck und des Grafen Hellmut von Moltke geziert.
Am unteren Ende des Obelisk und zwar an der Vorderseite ist ein Lorbeerkranz mit Schleife eingearbeitet. In der Mitte des Kranzes befindet sich ein eisernes Kreuz und unter dem Kreuze die Jahreszahlen 1864, 1866 und 1870/71. An der Hinterseite des Obelisk in Höhe des Kranzes auf der Vorderseite sind die Namen der den Feldgängen 1864, 1866 und 1870/71 zum Opfer gefallenen Krieger aus Sandau eingemeißelt. Zur Einfriedung des Denkmals sind 10 Kettenpfeiler aus deutschem Granit mit Ketten auf Granitschwellen aufgestellt. Als Aufgang zum Denkmalplatz dient eine dreistufige Treppe aus Zementschwellen. Erbaut wurde das Denkmal von den Steinmetzmeistern Gebrüder Fritz und Karl Conrad zu Kyritz und Wusterhausen.”

Heute ist von dem einstigen Denkmal nicht mehr viel übrig. Durch Artilleriebeschuss im Jahre 1945 wurde es stark beschädigt. Aber auch durch menschliche Einwirkungen kam es zu Veränderungen.  So kam z. B. der Adler abhanden, die Tafel, das Kreuz, das Medaillon und die Inschriften am Denkmal wurden entfernt, eine neue Inschrift lautet: 7.000.000 Tote mahnen - Nie wieder Krieg.
Ca. 10 bis 15 Jahre nach Kriegsende wurde jedoch auch die Zeile “Nie wieder Krieg” entfernt.

Das Umfeld des Denkmals wurde 1992/1993 wieder hergerichtet. Die Stufen, die zum Obelisk führen, sind ganz neu gesetzt. Polder, durch Ketten verbunden, grenzen die Gedenkstätte ein. Zwei Schinkelleuchten lenken abends die Blicke auf den roten Marmorobelisk.

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